Versöhnungssakrament

Die neutestamentliche Verkündigung geht davon aus (Mt 18,18; Joh 20, 23), dass in der christlichen Gemeinde auch nach der Taufe die immer neue Hinkehr zu Gott nötig ist („tägliche Buße“), weil es den Rückfall in Sünde und Schuld gibt.

Weil Versöhnung, Vergebung und Busse wesentliche Elemente christlichen Lebens sind, ist es wichtig, sie zu leben.

Die Sorge um die Sünder und das Bemühen um einen entsprechenden Umgang mit ihnen soll daher die Aufgabe der ganzen Gemeinde sein. Der Auftrag, auch sündig gewordenen Mitchristen zu vergeben, ist im Neuen Testament klar ausgesprochen (Mt 18, 21-22). Die konkreten Formen des Umgangs mit Schuld und Sünde sind aber nicht ein für allemal verbindlich festgelegt.

Das Sakrament der Verhöhnung / die Beichte

So negativ die praktische Erfahrung mancher Christinnen und Christen mit der Beichte auch sein möge, so klar wird es hier versucht den befreienden und lebensfördernden Aspekt des Bußsakramentes zu betonen.

Das Sakrament der Buße ist der Ort, an dem wir die Versöhnung Gottes mit uns feiern. Hier wird sichtbar, dass wir die Versöhnung nicht selbst machen können, sondern, dass sie Geschenk Gottes an uns ist, Tat Gottes, die im Sakrament an uns geschieht. Beichte ist somit persönliche Begegnung mit Jesus Christus.

Im Sakrament der Buße kann jede und jeder erfahren, dass er oder sie ganz und gar angenommen und von Gott geliebt ist, auch mit der Schuld.

Das Sakrament der Versöhnung ist ein wichtiges Mittel der geistlichen Hilfe für die Gläubigen. Dabei geht es, sowohl um persönliche Beratung und Begleitung durch im geistlichen Leben Erfahrene, denen man die Höhen und Tiefen des Herzens offenlegen kann, als auch um das Bekenntnis der Schuld und deren Vergebung durch Gott.

Der Ritus der Beichte vermittelt nicht nur Vergebung, sondern er ist eine Hilfe, dass wir an die Vergebung glauben können. Er überspringt in uns die Barrieren, die uns davon abhalten, Gottes Vergebung wirklich anzunehmen. Die Beichte ist ein Geschenk, das Gott uns gegeben hat, damit wir die Vergebung Gottes greifbar erfahren können, sie ist keine Pflicht, sondern das Angebot Gottes, das uns gut tut.

Die Beichte bietet auch die Gelegenheit, das Herz auszuschütten und ganz neu anzufangen, ohne weiter einen Berg von seelischen Altlasten mitschleppen zu müssen. Sie lädt ein, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen und neu zu bestimmen, wie es weitergehen soll. Bei einem Beichtgespräch geht es nicht so sehr um das, was der Priester sagt, sondern darum, was Gott sagt. In der Beichte kann sich der Mensch mit all seinen Fehlern und Schwächen Gott anvertrauen. Gott spricht ihn los von seinen Sünden, macht Mut, umzukehren und neu anzufangen. Es tut gut zu erfahren: Es gibt da jemanden, der mich so annimmt wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen. Was auch immer geschehen ist, ich kann neu anfangen. Und es kann gut werden, denn Gott hält zu mir. Durch die Lossprechungsworte macht der Priester das hörbar und spürbar.

Um diese befreiende Erfahrung zu ermöglichen, ist auch der äußere Rahmen, in dem die persönliche Beichte eingebunden ist, von großer Bedeutung.

Nach Absprache kann jeder Priester das Sakrament der Versöhnung (die Beichte) an jedem Ort spenden. Regelmäßig und ohne Absprache wird es gespendet in der Beichtkapelle der Wallfahrtskirche in Kamp-Bornhofen.

  • An Sonn- und Feiertagen
    von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr
    von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr
  • von Montag bis Samstag
    von 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr
    von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Bei Wallfahrtsgruppen auch außerhalb dieser Zeiten.