Elisabethfest 2019

|   Strüth

Am 23. Juni hat die Gemeinde St. Florin (Strüth) bei strahlendem Sonnenschein ihr jährliches Elisabethfest gefeiert und zahlreiche Besucher und Pilger nach Kloster Schönau geführt.

Auch wenn die heilige Elisabeth erst im späten 16. Jahrhundert offiziell heiliggesprochen wurde, hatte ihre Verehrung bereits unmittelbar nach ihrem frühen Tod eingesetzt. Zeugnis dafür ist nicht zuletzt der zentrale Begräbnisplatz inmitten der Kirche St. Florin. In diesem Jahr stand das festlich geschmückte Reliquiar mit ihren sterblichen Überresten unmittelbar vor dem Altar.

In seiner Predigt kommentierte Pfarrvikar M. Döbbeler die Verse 11 und 12 von Psalm 45 und brachte sie in Verbindung mit dem Leben der heiligen Elisabeth: „Höre Tochter, sieh her und neige dein Ohr, vergiss dein Volk und dein Vaterhaus! Der König verlangt nach deiner Schönheit; er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!“ Am Ende fasste Döbbeler die Bedeutung dieses Psalmwortes für uns Christen des 21. Jahrhunderts wie folgt zusammen: „Wir sind immer wieder angesprochen und eingeladen, eine neue Sensibilität zu entwickeln: um die Stimme Gottes wahrzunehmen, ausgetretene Wege zu verlassen, die nur in die Irre oder zu uns selbst zurückführen, und uns großzügig zu verschenken, weil Gott sich uns längst schon verschenkt hat.“

Nach der Eucharistiefeier traf man sich zu Kaffee, gespendetem Kuchen und Brötchen sowie zu kalten Getränken im Innenhof und im Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Andere ließen sich auf den neuen Bänken der Anlage nieder, um Sonne zu tanken oder Gespräche zu führen.

Den Abschluss bildete als Premiere das Schönauer Abendlob, eine ökumenische Vesper unter dem Thema „Die große Sehnsucht unserer Zeit“ mit Gisbert Wüst an der Orgel und der Schola Florina unter Leitung von Regina Schneider. Neben Werken von J. S. Bach (1685-1750) und G. Frescobaldi (1583-1750) kamen vor allem gregorianische Gesänge zur Aufführung, die an die monastische Tradition von Kloster Schönau erinnerten. Die Vesper war unerwartet stark besucht, und viele freuen sich schon heute auf das zweite Schönauer Abendlob am 23. Dezember (17.00 Uhr).

Die Verantwortlichen der Pfarrei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde vor Ort und vor allem der Ortsausschuss von St. Florin danken allen, die zu diesem Fest gekommen sind, ganz besonders aber denen, die viel Kreativität, Energie und Arbeitskraft eingebracht haben.

Manfred Döbbeler