Über unsere Stadt

Der Name Kaub kommt wahrscheinlich aus dem keltischen "Cabi" was kleines Haus heisst oder dem lateinischen Cubare, was Lagerstätte bedeutet und auf die Schieferlager hinweisen könnte. Die 3. Variante ist die Legende vom Hl. Theonest. Der wurde in Mainz wegen seines Glaubens gemartert, in ein durchlöchertes Weinfass gesteckt und in den Rhein geworfen. Er soll in Kaub wieder erwacht und gestrandet sein, dort den Menschen den Christglauben und den Wein zu bringen. So könnte sich auch der Name Kaub von Cuba Vini ableiten lassen.

Urkundlich wurde Kaub erstmals in der Veroneser Schenkung von Kaiser Otto II. im Jahr 983 erwähnt. Kaub gehörte über 500 Jahre zur Kurpfalz. Dann gehörte es bis 1886 zu Hessen Usingen und dem Herzogtum Nassau an. Kaub hat auch seinen Platz in der europäischen Geschichte. Während der Befreiungskriege des Tyrannischen Jochs Napoleons, ging hier in der Neujahrsnacht 1813/1814 Marschall Blücher mit 50.000 Soldaten, 15.000 Pferden und und 182 Geschützen über eine von russischen Pontonieren gebauten Pontonbrücke über den Rhein. Diese Aktion dauerte bis zum 6. Januar.

Die Bevölkerung von Kaub lebte hauptsächlich von der Schifffahrt, dem Weinbau und dem Schieferbergbau. Mit dem Rückgang der Berufe ging auch die Einwohnerzahl von 2500 in den 50er Jahren auf heute 850 zurück.